„Mein andalusisches Abenteuer“
Sieben Jahre im Süden Spaniens zur Zeit der „transición“ (1979-1986)

Nerja – Blick vom „Balcón de Europa“ auf die Cala Honda. Foto: Christel Lauterbach
Nerja – Blick vom „Balcón de Europa“ auf die Cala Honda. Foto: Christel Lauterbach

Lesung von Christel Lauterbach
am 24. Oktober 2026, 17 Uhr im „Pferdestall“, Schloss Hungen

Sieben Jahre lang hatte Christel Lauterbach ihren Lebensmittelpunkt in den Süden von Spanien verlegt: Die ersten beiden Jahre von 1979 bis 1981 pendelte sie zwischen Heidelberg, Saarbrücken und Nerja, einem Touristenstädtchen an der „Costa del Sol“. Anschließend lebte und arbeitete sie fünf Jahre lang in Granada, der wunderschönen spanischen Stadt im Landesinneren. Nach dem Tod Francos 1975 und der neuen Verfassung aus dem Jahr 1978 erlebte sie damals in Andalusien hautnah die Zeit der „transición“, des Übergangs von der Diktatur zur Demokratie, einschließlich des Putschversuchs vom 23. Februar 1981 in Madrid. – Angefangen hat alles mit ihren Tagebüchern. Diese trug Christel Lauterbach immer in einer ihrer Taschen mit dabei. „Das kommt in mein Anekdoten-Buch“, tröstete sie sich häufig, wenn sie wieder einmal etwas völlig Unerwartetes, Unverständliches und Aufregendes erlebt hatte und als junge Westdeutsche gegen die Fallstricke und Untiefen in ihrem spanischen Alltag ankämpfen musste – ein bisschen wie Don Quijote gegen die Windmühlen. Geworden ist daraus in den letzten Jahren eine Sammlung von Erinnerungen, Impressionen und Anekdoten, die immer stärker zusammenwachsen zu einem kunterbunten Kaleidoskop, das so nach und nach ein sehr persönliches Spanien-Bild der 80er Jahre ergibt.