
Ausstellung am 13. und 14. sowie 20. bis 22. April /
Eröffnung: 13.04.2019 um 15.00 Uhr /
Öffnungszeiten: 15.00 – 18.00 Uhr /
Wer über die in schlesischen Schreiberau geborene, bis zu ihrem Tod in Frankfurt am Main lebende Künstlerin Martina Kügler schreibt, schreibt insbesondere über die grandiose Zeichnerin, die sie zweifelsohne gewesen ist; schreibt über „Tiere in Menschen- und Menschen in Tiergestalt“, über „eine Welt nackter Personen“, die sich „ineinander verhaken, verschlingen und verbeißen.“ Und „wer sehen will“ – so die zitierte Kunstkritikerin Verena Auffermann weiter – „entdeckt eine Arche Noah, auf der sich alle wiederfinden, die an Leib und Seele zittern, weil das Leben so viel Verborgenes hat.“ Oder – wie es die Künstlerin in einem ihrer zahlreichen Gedichte einmal selbst formulierte: „… strenge Gesichter / abgestanden – von Mühsal / und Drangsal / satt / sitzt die Zeichnung fertig auf dem Papier.“
Ihre Lehrmeister – wenn man so will – fand die gelernte Farblithographin dabei Mitte der 1960ziger Jahre an der Frankfurter Städelschule bei den Profesoren Johann Georg Geyger und Karl Bohrmann. Und als ihr der Frankfurter Galerist Tim Gierig Mitte der 1980ziger Jahre ein Atelierstipendium gewährte, entdeckte sie für sich auch das große Format: ungezählte Arbeiten auf Leinwand, in Öl und Aquarell, die – aus was für Gründen auch immer und sehr zu Unrecht – in der Vergangenheit nur wenig bis gar keine Beachtung fanden. Aus diesem Grund zeigt die Ausstellung im Hungener Pferdestall am 13./14. 4. und am 20./21./22. 4. 2019 – neben einer kleinerern Auswahl an Zeichnungen – überwiegend figürliche und abstrakte Malerei.
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